Claas Reise - Woche 16

Eine stürmische Nacht im Dachzelt

 

Die Nacht an den Schwefelquellen war sehr stürmisch und das Dachzelt hat dementsprechend laut geklappert.
Das hat mich aber nicht davon abgehalten am Morgen früh aufzustehen und mich ein bisschen um den Defender zu kümmern.

So lange es noch nicht so warm ist habe ich die Möglichkeit genutzt und die Vorderachse aufgebockt, da es während der Fahrt vorne irgendwo quietscht. Da meine Bremse hervorragend funktioniert und ich beim bremsen keine Geräusche höre, wird es wohl was mit der Bremsscheibe bzw. dem Bremssattel zutun haben.

Ich konnte jedoch nichts finden, habe die Bremsscheibe ausgiebig gesäubert und die Bremsbeläge überprüft. Nun also völlig versaut, habe ich mir eine frische Dusche gegönnt bevor ich weiter nach Tiflis fahre. An dem See in Tiflis habe ich einen schönen Stellplatz gefunden. Am nächsten Tag ging es seit langem mal wieder in einen Baumarkt und einen gut sortierten Supermarkt. Nach einem Großeinkauf war der nächste Stopp eine Waschanlage, da der Defender von dem Zagari pass ein schönes Schlamm Muster angenommen hatte. Mit einem sauberen Defender bin ich nun zur Big Shikari Airbase gefahren. Diese ist seit mehreren Jahren verlassen und die leeren Flugzeugbunker (ungefähr 50 Stück) dienen lokalen Bauern als Lagerhallen für Stroh und Getreide. Für die Nacht habe ich mich auf einen Großen betonieren Platz neben einen kaputten Bomber gestellt. Den Untergrund habe ich am nächsten Tag genutzt um mal so richtig aufzuräumen und ein bisschen zu basteln. Dafür habe ich auch den ganzen Tag gebraucht, bevor ich abends einen weitere Teil der Airbase erkundet habe.

 

Weiter quer durchs Gelände

 

Nach einer weiteren Nacht auf dem Gelände bin ich drei Stunden in den Waschlowani Nationalpark gefahren. Im Waschlowani Nationalpark war ich drei Tage. In diesen habe ich Mud Vulcanos besucht, bin das erste Mal so richtig off-road gefahren und habe dabei festgestellt wie wichtig es dabei ist eine zweite Person außerhalb des Fahrzeuges zu haben, welche hilft den Weg anzuzeigen und einen bei engen und komplizierten Passagen lotsen kann. Neben dem off-road fahren wurde ich von der gordischen Grenzpolizei angehalten, welche kein Wort englisch gesprochen hat, aber mit einer Kalashnikov ausgerüstet war. Nach 10 Minuten abwarten und einer gründlichen Passkontrolle musste ich meinen pausenlosen an einem Fluss verlassen, da er wahrscheinlich zu nah an der Grenze zu Azerbaijan war.

Ich habe viele Tierfährten gesehen, jedoch keine Luchse oder Bären, welche in der Gegend sehr aktiv sein sollen. Die drei Tage bei 35 Grad waren sehr schön und ein Kontrast Programm zu den kalten Tagen in Ushguli. Nach den drei Tagen bin ich wieder nach Tiflis aufgebrochen um meine Lebensmittel aufzufüllen, das Auto zu waschen und zu tanken, bevor es wieder Richtung Norden geht. Jeder der schon Mal in Georgien war oder sich ein bisschen für Off-road interessiert, wird sicherlich schon einmal von dem Abano Pass gehört haben. Dieser wurde vom BBC zur gefährlichsten Straße der Welt erklärt. Ich habe nun zwei Wochen auf das perfekte Wetter gewartet um diese Strecke zu bestreiten und in der nächsten Woche sieht die Wettervorhersage sehr gut aus.

 

Diese Woche hat es in der Region rund um den Pass viel geregnet, so dass ich noch zwei Tage Sonne abwarte, bis der Weg wieder getrocknet ist. Bis dahin verbringe ich noch eine Nacht in Tiflis und am Anfang der Pass Straße. Nächste Woche stürze ich mich in das Abendteuer Abano Pass / Tusheti Nationalpark. 


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