Tipps und Tricks für den Kauf eines Dachzeltes

Dachzelt für Auto oder Van kaufen: Alles, was du wissen musst

Dachzelte sind längst nicht mehr nur für Expeditionsfahrten mit Allradfahrzeugen gedacht, sondern passen an fast jedes Fahrzeug. Aber was muss man eigentlich beim Kauf eines Aufstelldaches beachten? Wie teuer ist ein Dachzelt? Was ist die Dachlast und wo ist der Unterschied zwischen Hubdach und Softtop? All das erfahrt ihr in diesem Ratgeber.

 

Dachzelte im Test: Vor- und Nachteile von Hubdach, Hartschale und Softtop

Hartschalen Dachzelt / Hubdach: begrenzte Liegefläche, aber winterfest

Im zusammengeklappten Zustand sehen Hartschalen Dachzelte wie flache Dachboxen aus. Die Kunststoffhartschale bildet in aufgeklapptem Zustand das Zeltdach und den Zeltboden. Für Kleinwagen, Wagen mit geringem Dachmaß und Familien sind sie eher ungeeignet, da die Liegefläche maximal so groß sein kann wie das Autodach. Dafür halten sie Wärme im Inneren besser und saugen weniger Feuchtigkeit als Dachzelte aus Zellstoff. Legt man sich für die Seitenteile seines Hubdachs noch eine Thermohaube zu, so kann man prinzipiell auch noch beim ersten Frost im Dachzelt schlafen.

 

Hartschalen Dachzelt / Aufstelldach: bessere Sitzhöhe und leichter Einstieg

Als Variante des klassischen Hartschalenhubdachs bietet das Aufstelldach mehr Platz nach oben. Es wird in einem Aufstellwinkel von 45 Grad zu einem Dreieck aufgeklappt und hat eine größere Einstiegsöffnung, besseren Ausblick und bessere Sitzhöhe als das Hubdach. Am Fußende ist die Bewegungsfreiheit dafür eingeschränkt, das Problem mit den Dachmaßen bleibt bestehen.

 

Softtop Dachzelt: Geräumig, aber unter Umständen klamm

Softtop Dachzelte sind klappbare und faltbare Firststangen- oder Dachhaken Zelte. Sie lassen sich über die Dachfläche hinaus nach hinten oder zur Seite auffalten und sehen aus wie moderne Bodenzelte. Die Schlaffläche wird hier nicht über die Dimension des Autodachs bestimmt. Da sie in gefaltetem Zustand nur die Hälfte der Dachfläche einnehmen, sind sie besonders für Kleinwagen geeignet. Sie sind leichter und kompakter und lassen sich deshalb besser montieren und bei Nicht-Benutzung besser lagern als Hartschalenzelte. Nachteile ergeben sich nur bei tagelanger Nässe. Zwar sind die Softtop Dachzelte in aufgeklapptem Zustand vollkommen regendicht, faltet man sie jedoch zusammen, so kann die Matratze im Inneren durch den durchnässten Zeltstoff feucht werden. 

 

Dachzelt Mieten

Du kannst dich nicht entscheiden, welches Dachzelt es für dein Auto sein soll? Dann probiere die verschiedenen Varianten aus, indem du dir ein Dachzelt mietest. Dachzelt Vermietungen bieten dir eine solide Beratung (z. B. bezüglich des passenden Dachträgers), helfen dir beim Montieren des Dachzelts und sind mit 25-35 Euro die Nacht eine günstige Alternative zu Hostel, Hotel und Airbnb.

 

Welches Dachzelt passt auf mein Auto? 

Wie hoch und breit darf die Dachladung sein?

Laut Paragraf 22 Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung dürfen Fahrzeug und Ladung zusammen nicht breiter als 2,55 m und nicht höher als 4 m sein. Nach vorne darf deine Ladung bis zu einer Höhe von 2,50 m nicht über das Fahrzeug hinausragen. Dies klingt kompliziert, ist aber in Bezug auf Dachzelte in der Regel leicht umzusetzen. Nach hinten ist mehr Vorsicht geboten.

Nach hinten darf deine Ladung theoretisch bis zu 1,50 m über dein Auto hinausragen. Aus physikalischer Sicht empfiehlt sich ein so langes Dachzelt jedoch sowieso nicht. Ragt das Dachzelt  1 m über dein Heck hinaus, so verdeckt es die Rückstrahler und sollte mit einer Fahne oder einem Schild kenntlich gemacht werden.

Zur Seite darf dein Dachzelt insgesamt 40 cm über deine Fahrzeugleuchten (Standlicht) hinausragen, ohne dass du etwas markieren musst. Wenn deine Ladung mehr als 40 cm über die Fahrzeugleuchten hinausragt, dann musst du Leuchten anbringen.

 

Dachlast: Wie schwer darf die Dachladung sein

Jedes Fahrzeug hat eine individuell zulässige Dachlast, die man leider NICHT im Fahrzeugbrief nachlesen kann. Hierin ist lediglich das zulässige Gesamtgewicht vermerkt.

Die Dachlast steht in der Betriebsanleitung des Fahrzeugherstellers und berechnet sich wie folgt: Dachzelt + Dachträger + weitere Zuladung am Dach muss kleiner Sein als die zulässige Dachlast.

Das Gesamtgewicht ergibt sich hingegen aus: Leergewicht des Fahrzeugs + Passagiere + Dachträger + Dachzelt + Gepäck und darf die im Fahrzeugbrief angegebene Summe nicht überschreiten.

Des Weiteren haben auch Dachträger eine maximale Gewichtsbelastung, die beim Kauf eines Dachzeltes beachtet werden muss und beim Hersteller in Erfahrung gebracht werden kann. Die Formel lautet hier:

Dachzelt + weitere Zuladung am Dachträger darf die maximale Gewichtslast es Dachträgers nicht überschreiten


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